Am Sonntag demonstrieren wir erneut auf dem Domplatz: Mit Herz und Hirn gegen Machtmissbrauch in der katholischen Kirche. Bitte haltet euch an die Vorgaben unseres Hygienekonzepts, damit wir einander gut schützen können:
- Haltet ausreichend Abstand.
- Tragt medizinische Masken.
- Kommt nur, wenn ihr gesund seid und keine Krankheitssymptome habt.
- Am Domplatz ist der Boden mit Kreuzen markiert: Stellt euch jeweils nur mit Personen aus einem Haushalt zu einer Markierung. So kann ausreichend Abstand eingehalten werden.
- Wenn möglich, lasst euch vor der Demo testen. Hier findet ihr eine Übersicht, wo man in Münster kostenlose Corona-Schnelltests machen kann: muenster.de/corona_testungen
- Wenn möglich, nutzt die Corona-Warn-App.
- Achtet auf die Anweisungen der Ordner*innen.
Achtet aufeinander, damit wir uns verantwortungsvoll für eine menschenfreundliche, glaubwürdige katholische Kirche einsetzen können.
„Es wäre wichtig, dass die Kirchenmitglieder ihren Schäfchen-Gehorsam ablegen. Wir brauchen einen “pastoralen Ungehorsam”. Menschen müssen nicht gleich aus der Kirche austreten, aber: Sie können die Platzanweisung verweigern, die ihnen vom System gegeben wird.“
In unserer Großpfarrei fand Machtmissbrauch gegen die Gemeinde St. Stephanus auf vielen Ebenen statt. Dies hatten Vertreter*innen der Gemeinde St. Stephanus Bischof Genn am 18.01.2021 ausführlich dargelegt und mit Belegen untermauert. Bischof Genn hatte zugegeben, dass ihm viele Aspekte neu gewesen seien. Man hatte anerkannt, dass es weitere Gespräche in einem längeren Prozess geben müsse. Weitere Gespräche wurden versprochen.
Stattdessen wird nun Pfarrer Laufmöller zum 19.03.2021 gegen seinen Willen in einer unbarmherzigen Machtdemonstration zwangsversetzt, sodass alle Gemeindeplanungen (z. B. die Erstkommunionvorbereitung) rücksichtslos und abrupt zerstört wurden. Zeitgleich wurde zu alledem unsere Gemeinde vom Pfarreirat und vom Seelsorgeteam öffentlich verunglimpft. Uns erscheint all dies immer mehr als ein Konflikt zwischen konservativen Kräften, die die Macht haben und liberalem Denken, dem die Schuld an diesem Konflikt zugewiesen wird.
Wir aber wollen uns für die biblischen Werte Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Nächstenliebe einsetzen.
Wir wünschen uns eine bunte und vielfältige Kirche. Eine im Wortsinn katholische Kirche, in der alle Menschen geliebt und angenommen sind.
Dafür wollen wir aufstehen und am 28.03.2021 nach der Messe gegen 11:30 Uhr vom Stephanuskirchplatz aus aufbrechen.
Gegen 12:15 Uhr werden wir am Domplatz zu den Menschen stoßen, die ebenfalls nicht in verkrusteten Machtstrukturen ersticken wollen. Auf dem Domplatz folgen Reden und ein musikalisches Programm.
Gegen 13:30 Uhr wird die Veranstaltung beendet sein.
„Bei euch aber soll es nicht so sein.“