Lichterkette am Aasee - Für Transparenz und Wahrhaftigkeit

St. Stephanus für Transparenz und Wahrhaftigkeit

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Etwa 380 Gemeindemitglieder zogen am Samstagabend mit Lichtern und Fackeln von der St.-Stephanus-Kirche zu den Aaseekugeln. Unter dem Motto „St. Stephanus – Licht für Transparenz und Wahrheit“ setzten sie damit ein deutliches Zeichen gegen die geplante Versetzung ihres Pastors Thomas Laufmöller und erinnerten das Bistum gleichzeitig an das Versprechen, weitere Gespräche zu führen und Verantwortung zu übernehmen.

Es war ein bunter Zug von Jung und Alt, der sich nach dem Gottesdienst sehr geordnet und coronabedingt mit viel Abstand in Bewegung setzte. Am Ziel angekommen bot die Lichterkette ein eindrucksvolles Bild. „Dass sich so viele Menschen an der Aktion beteiligen, zeigt, dass unsere Anliegen nach wie vor aktuell sind. Das Bistum hat unsere Fragen immer noch nicht beantwortet“, so Martin Schulte, Gemeindemitglied und Sprecher der Gruppe „Nicht mit uns“. In einem offenen Brief hatten er und weitere Vertreter*innen der Gemeinde zuvor über die Situation und den Stand der Diskussion mit dem Bistum informiert. „Dass sich unserem Lichterzug auch Mitglieder aus anderen Gemeinden angeschlossen haben, zeigt die Bedeutung des Themas auch über die Gemeinde- und Pfarreigrenze hinweg“, so Schulte.

Nach Ansicht vieler Gemeindemitglieder verdichtet sich inzwischen der Eindruck, dass Pastoral-Team und Pfarreirat aus St. Liudger in den letzten Jahren die Vielfalt der Gemeinde bewusst einschränken wollten und – entgegen Pastoralplan und früheren Zusagen – das eigene Profil von St. Stephanus nicht toleriert haben. Mitte Januar hatte Bischof Genn nach langem Bitten sechs Vertreter*innen der Gemeinde empfangen, um sich ihre Sicht auf die Situation und den Umgang mit der Gemeinde schildern zu lassen. Nun setzen die Gemeindemitglieder große Hoffnungen in das Folgegespräch, das vom Bistum auf den 15. März 2020 gelegt wurde. Sie erwarten aufgrund der für die Bistumsleitung neuen Erkenntnisse jetzt eine klare Zukunftsperspektive für die Gemeinde, sowie kreative Lösungen auch zur zukünftigen Rolle von Pastor Laufmöller in St. Stephanus.

Lichterzug der Stephanusgemeinde zum Aasee

Lichterzug der Stephanusgemeinde zum Aasee

3 Fragen an Martin Schulte, Sprecher der Gruppe „Nicht mit uns!“:

F: „Sind Sie mit dem Verlauf der Lichtaktion zufrieden?“

A: „Unsere Proteste führen wir seit mittlerweile drei Monaten gegen das Bistum. Zudem gab es dieses Mal keinerlei mediale Vorberichterstattung. Dass wir trotzdem die Teilnehmerzahl gegenüber unserer letzten Demo sogar noch leicht steigern und so für ein großartiges Lichterbild am Aasee sorgen konnten zeigt, wie wichtig der Gemeinde dieses Thema ist. Dies ist mehr als ein Zeichen.“

F: „Welche Reaktion erwarten Sie vom Bistum?“

A: „Am 15. März soll endlich das für Ende Februar geplante zweite Gespräch zwischen dem Bistum und Vertretern der Gemeinde St. Stephanus stattfinden. Wir erwarten hier die geforderten kreativen Lösungsvorschläge des Bistums. Sollten diese ausbleiben, werden wir unsere eigenen Ideen vorstellen. Ein einfaches „Weiter so!“ wird und kann es mit uns nicht geben.”

F: „Wie geht es in den nächsten Wochen weiter?“

A: „Wir werden in den nächsten Wochen die interessierten Gläubigen anderer Gemeinden über die verbreiteten Unwahrheiten und Machtmissbräuche informieren. Dieses Thema betrifft ja nicht mehr nur St. Stephanus. Zudem planen wir am 28. März eine ganz besondere Prozession zum Palmsonntag. Weitere Information dazu und auch Interviews zur Lichtaktion finden Interessierte stets auf www.nichtmituns.online . Dort sind zudem Interviews zahlreiche Gläubiger zur Lichtaktion, welche den ganzen Unmut gut darstellen.”

Zum Hintergrund:

Bischof Felix Genn hatte am 1. Adventswochenende in den Gemeinden der Pfarrei einen Brief verlesen lassen, in dem er die Versetzung von Thomas Laufmöller zum 1.6.2021 bekannt gibt. Laufmöller, der bislang zu 50 Prozent Seelsorger in St. Stephanus und zu 50 Prozent an der Friedensschule tätig war, soll künftig mit 30 Prozent Seelsorge in der Gemeinde St. Nikolaus in Wolbeck tätig sein. Sein Anteil an der Friedensschule wird auf 70 Prozent aufgestockt. Die Gemeinde reagierte auf diese Entscheidung mit bis heute anhaltenden Protesten. Am 13.12.2020 trugen 350 Gläubige in einem Demonstrationszug ihre Anliegen sogar persönlich zum Domplatz.

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Interviews am Aasee - Lichterkettenaktion 27.02.2021

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