Kommentar zum aktuellen Stand (16.2.21)

Nachdem unsere Anliegen allem Anschein nach im Bewusstsein der Bistumsleitung lange keine Rolle spielten, bin ich froh, dass Bischof Dr. Genn und Generalvikar Dr. Winterkamp am 18.1. zum ersten Mal die Perspektive der vielen Gemeindemitglieder aus St. Stephanus angehört haben. Ich finde es allerdings immer noch unglaublich, dass wir fast zwei Monate um einen Gesprächstermin bitten mussten. Ich danke der Bistumsleitung dennoch für die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen mit unserer Gemeinde und hoffe, dass nun zeitnah der vom Generalvikar noch für Februar in Aussicht gestellte Termin stattfinden wird. Es wäre wichtig, dass wir uns in einem echten Dialog austauschen, in dem unser Glaubenssinn wahrgenommen und berücksichtigt wird. Nur so kann eine Chance erarbeitet werden, dass wir gemeinsam mit Generalvikar Dr. Winterkamp und dem Pfarrverwalter Dr. Kleymann Lösungsansätze für die aktuell höchst problematische Situation in unserer Gemeinde und Pfarrei finden. 

 

Die Vertreter*innen unserer Gemeinde haben dem Bischof im Gespräch am 18.1. gut belegbare Informationen vorgetragen, die für ihn nach eigener Aussage neu waren. Diese Informationen zeigen, dass die Entscheidung zur Abberufung von Thomas Laufmöller auf der Basis einseitiger Informiertheit zustande kam und zuvor getroffenen Vereinbarungen und Zusagen widerspricht. Mir erscheint es gerade bei einer so heiklen Entscheidung („Seien Sie sicher: Ich weiß um die Polarisierungen, die meine Entscheidungen hervorrufen werden.“, so Bischof Genn im Brief an unsere Pfarrei vom 26.11.20) besonders wichtig, dass die Entscheidungsträger in der Bistumsleitung sich umfassend im Voraus informieren. Sollte dies nicht möglich gewesen sein, ist es umso wichtiger, auf neue Erkenntnisse zu reagieren und die Sachlage notfalls im Nachhinein in aller Offenheit neu zu bewerten. Zusagen, die gegenüber unserer Gemeinde und Pastor Laufmöller gemacht wurden, dürfen nicht einfach beiseite gewischt werden, als hätte es sie nie gegeben. Gewiss - eine bereits getroffene Entscheidung zu revidieren und eine bessere Lösung zu suchen, ist unangenehm und sicher nicht der einfachste Weg. Aber – auch jetzt noch – wäre genau das der Weg, den ich Entscheidungsträgern, die auf der Basis von Wahrhaftigkeit und Fürsorge entscheiden, zumute und zutraue. 

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Einseitige Berichterstattung?

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Gemeindemitglieder sprechen mit Prof. Dr. Thomas Sternberg (Präsident des ZdK)