Feinschwarz
Feinschwarz.net ist ein theologisches Feuilleton, das Themen der Zeit aus theologischer Perspektive analysiert. Die Autoren sind so vielfältig wie die Positionen pluralitätsfähig sein sollen. Ich bleibe beim Artikel „Papierklavier-Blues“ von Markus Tomberg, einem Professor für Religionspädagogik, hängen. In diesem Jahr wurde der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis ausgesetzt, weil der Ständige Rat der DBK der durch eine Jury vorgenommenen Nominierung des Buches „Papierklavier“ die Zustimmung entzogen hat. Mich hat das ziemlich aufgeregt, als ich das vor einigen Wochen in der Zeitung las. Nun schaut Tomberg sich diesen Jugendroman genauer an und findet nur bewundernde Worte. „Kein Blues. Eher Ragtime. Und vielleicht sogar ein bisschen Halleluja“, schließt er am Ende einer lustmachenden Analyse des Buches. Was läuft schief im Ständigen Rat und warum gibt es eine Jury, wenn am Ende doch dieser Rat entscheidet, frage ich mich. Zurück zu den vielfältigen Themen der Website. Wie kann sich das Christentum in einer autonom gewordenen Welt mitteilen? Wie kann man die Implodierung der katholischen Kirche, verursacht durch einen Übermaß an unglaubwürdigen Floskeln, aufhalten? Die Poesie und Religiosität in den Liedern von Bob Dylan wird genauso präsentiert wie über den Begriff „sexualisierte Gewalt“ nachgesonnen wird. Viel Zeit braucht man für diese Website. Aber jede Minute lohnt sich.